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środa, 7 listopada 2012

Berufliche netzwerke für Frauen

Berufliche Netzwerke fördern den Austausch und haben zum Ziel, die Karriere durch entsprechende Kontakte voranzutreiben. Sind spezielle Frauennetzwerke dabei sinnvoll? Netzwerken Frauen anders als Männer und gibt es international Unterschiede? Berufliche Netzwerke fördern den Austausch und bringen Menschen zusammen. Ziele dieser Netzwerke sind die berufliche Weiterbildung, die Entwicklung persönlicher Potenziale und die Förderung der Karriere. Neben Frauennetzwerken für verschiedene Branchen wie beispielsweise webgrrls.de für Frauen in Medienberufen gibt es übergreifende Karrierenetzwerke wie den BPW („Business and Professional Women“). Berufliche Netzwerke speziell für Frauen sind eine relativ neue Erscheinung. Aber helfen Frauennetzwerke beim beruflichen Aufstieg? Netzwerken Frauen anders als Männer? Und mit welchen Schwerpunkten beschäftigen sich internationale Frauennetzwerke? „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, heißt es seit 1948 im Deutschen Grundgesetz. Die typische Rollenverteilung der 1950er-Jahre, dass Männer das Geld verdienen und Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, wandelte sich jedoch erst mit der Frauenbewegung der 1960er-Jahre. Seitdem hat sich in Deutschland für Frauen viel verändert: Frauen können Kinder bekommen UND Karriere machen. Sie können ehemals klassische Männerberufe wie „Feuerwehrmann“ ergreifen, börsennotierte Unternehmen führen und Bundeskanzlerin werden. Frauen in Deutschland stehen alle Türen offen. Theoretisch. Tatsächlich liegt der Frauenanteil in den Chefetagen großer Unternehmen bei nur etwa drei Prozent. Trotz Frauenbewegung, trotz gesetzlich verankerter Frauenquote, trotz oft besserer Abschlüsse. Immer noch stoßen Frauen an die sogenannte „gläserne Decke“ . Können Frauennetzwerke das verändern und wie netzwerken Frauen eigentlich? Frauen netzwerken anders als Männer „Männer netzwerken, um den Job zu wechseln und ihre Karriere voranzutreiben. Frauen nutzen ihre Kontakte für Familie und Freunde – aber selten für ihre eigene Karriere“, erklärt Angela Rittig, Manager Corporate Communications bei XING. Untersuchungen belegen zwar, dass Frauen in sozialen Netzwerken wesentlich aktiver sind als Männer. Schaut man sich hingegen rein berufliche Netzwerke an, ist es dort genau umgekehrt: Nur ein Drittel der Mitglieder von Karrierenetzwerken sind Frauen. Hier sind die Männer tatkräftiger. Sie versenden mehr Einladungen und haben mehr Kontakte. Schwerpunkte der Frauennetzwerke in Deutschland So ist es naheliegend, dass einige Frauennetzwerke in Deutschland besonders die soziale Komponente betonen: Das Kölner Karrierenetzwerk „Femme total“ bietet neben Akquisetreffen zum Beispiel einen „Hypnose-Circle“ an. Andere Netzwerke wie der „Bundesverband der Frau in Business und Management“ (B.F.B.M.) legen den Schwerpunkt darauf, berufsfördernde Kontakte und Empfehlungen aufzubauen. Eines der größten Netzwerke in Deutschland ist mit ca. 1.500 Mitgliedern der BPW Germany e.V. Mit bundesweit 42 Clubs unterstützt dieses Karrierenetzwerk Frauen bei der Entwicklung ihrer beruflichen Potenziale und setzt sich auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Frauen in Führungspositionen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern ein. Frauennetzwerke im internationalen Vergleich Gleichstellung von Frauen im Berufsleben ist auch die erste Priorität des 1930 gegründeten BPW International, der Dachorganisation mit weltweit 30.000 Mitgliedern. Daneben nennt das Netzwerk außerdem multikulturelle Freundschaften und die Zusammenarbeit mit der UN als Ziele. Interessant ist, dass soziales und politisches Engagement in allen Frauennetzwerken einen besonderen Stellenwert hat. Auch „Soroptimist“ – die weltweit größte Service-Organisation für berufstätige Frauen – engagiert sich neben der Entwicklung beruflicher Potenziale unter anderem für Menschenrechte, weltweiten Frieden und internationale Verständigung. In vielen Ländern jedoch sind berufliche Rechte von Frauen noch kein großes Thema – hier geht es vielmehr um grundlegende Menschenrechte wie Gleichstellung, Selbstbestimmung und Freiheit. Der Erfolg des Netzwerkens hängt am Ende vom Engagement der einzelnen Mitglieder ab. Glauben Sie, dass berufliche Netzwerke eine Aufstiegshilfe sein können? Gibt es spezielle Frauennetzwerke in Ihrem Land? Mit welchen Schwerpunkten beschäftigen sich diese? In der Gruppe Gender / Karriere und Familie können Sie über Ihre Erfahrungen mit Frauennetzwerken berichten! Autorin: Miriam Moser