video na maila

2820118732213700x100.gif

sobota, 31 sierpnia 2013

Kultur und Außenpolitik

Das Forschungsprogramm „Kultur und Außenpolitik“ des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa)

 

„Kultur und Außenpolitik“ – das klingt für manche nach hoher Diplomatie oder trockenen Staatsverträgen. Hinter dem Begriff können sich jedoch spannende Projekte verbergen. Das ifa-Forschungsprogramm „Kultur und Außenpolitik“ zum Beispiel fördert wissenschaftliche Arbeit, die Akteure aus Wissenschaft, Kunst und Medien miteinander verbindet.


Eine der Einrichtungen, die sich in Deutschland für die Vermittlung von Kultur auch über die Landesgrenzen hinaus engagieren, ist das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) mit Sitz in Stuttgart und einer Geschäftsstelle in Berlin. Unter dem Motto „Kulturen verbinden“ setzt sich das ifa für den Kunst- und Kulturaustausch weltweit ein. Es initiiert Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogramme und vernetzt Akteure der Zivilgesellschaft, der kulturellen Praxis, der Kunst, der Medien sowie der Wissenschaft miteinander. Außerdem informiert das Institut für Auslandsbeziehungen über außenkulturpolitische Hintergründe.
 
Das ifa wird vom Auswärtigen Amt sowie dem Bundesland Baden-Württemberg gefördert und ist die älteste Mittlerorganisation für die Auswärtige Kulturpolitik Deutschlands. Weitere Einrichtungen sind unter anderem das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder die Alexander von Humboldt-Stiftung.


Forschungsprogramm des ifa: Kulturaustausch beflügeln

 
Das Institut für Auslandsbeziehungen fördert unterschiedliche Kunst- und Kulturprojekte, wie das Programm zur zivilen Konfliktbearbeitung zivik oder CrossCulture-Praktika für junge Berufstätige aus Deutschland und islamisch geprägten Ländern. Daneben unterstützt die Mittlerorganisation auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Eines der Förderprogramme auf diesem Gebiet ist das Forschungsprogramm „Kultur und Außenpolitik“. Es richtet sich nicht nur an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch an Menschen, die in den Bereichen Kunst und Kultur, Politik, Medien und Entwicklungszusammenarbeit tätig sind.

Institut für Auslandsbeziehungen: Kultur und Außenpolitik in der kreativen Praxis

 
Stipendiaten des ifa-Forschungsprogramms „Kultur und Außenpolitik“ erhalten eine drei- bis sechsmonatige Förderung für ihre Arbeit in Vollzeit an jeweils einem der Forschungsaufträge. Die Projekte werden mit genauen Beschreibungen und Bewerbungskriterien auf der ifa-Website unter „Jobs und Karriere“ ausgeschrieben. Zu den Aufgaben der „Forschenden“ gehört es unter anderem, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu ihrem Themenschwerpunkt aufzuarbeiten, die für die Arbeit anderer im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungsarbeit wichtig sind. Sie schlagen außerdem außen- und kulturpolitische Maßnahmen vor und organisieren Diskussionsveranstaltungen. Das Spektrum der insgesamt acht laufenden Projekte 2012/2013 gibt einen Eindruck von der Themenvielfalt der Forschungsarbeiten.

Von A wie Ausbildung bis Z wie Zusammenarbeit

 
Dozent und Autor Dr. Udo Metzinger aus München etwa beschäftigt sich in seinem Forschungsprojekt mit der Frage, wie der Aus- und Weiterbildungsmarkt im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik aussieht. Und die freie Kuratorin Eva-Christina Meier untersucht am Beispiel der südamerikanischen Städte Buenos Aires, Lima und Santiago de Chile, welche Perspektiven die zeitgenössische Kunst einer nachhaltig angelegten Auswärtigen Kulturpolitik bieten kann. Am Ende des Forschungsprogramms steht die Veröffentlichung – gedruckt oder online – der Ergebnisse.


Die Vernetzung und Zusammenarbeit wird im Rahmen des Forschungsprogramms großgeschrieben. Zu den Partnern des Instituts für Auslandsbeziehungen gehören etwa Universitäten oder Medien- und Wirtschaftseinrichtungen. Die Stipendiaten werden gemeinsam betreut und beispielsweise bei der Planung und Durchführung von Fachtagungen und der Veröffentlichung ihrer wissenschaftlicher Publikationen unterstützt. Wer mehr über aktuelle Ausschreibungen, laufende Programme und bisherige Publikationen erfahren will, kann sich auf der Webseite des Instituts für Auslandsbeziehungen über das Forschungsprogramm „Kultur und Außenpolitik“ informieren.