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niedziela, 17 listopada 2013

Johann Wolfgang von Goethe Willkommen und Abschied

Willkommen und Abschied   
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    Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
   Es war getan fast eh gedacht.
   Der Abend wiegte schon die Erde,
   Und an den Bergen hing die Nacht;
5  Schon stand im Nebelkleid die Eiche,
   Ein aufgetürmter Riese, da,
   Wo Finsternis aus dem Gesträuche
   Mit hundert schwarzen Augen sah.
  
Der Mond von einem Wolkenhügel
10  Sah kläglich aus dem Duft hervor,
   Die Winde schwangen leise Flügel,
   Umsausten schauerlich mein Ohr;
   Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
   Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
15  In meinen Adern welches Feuer!
   In meinem Herzen welche Glut!
  
Dich sah ich, und die milde Freude
   Floß von dem süßen Blick auf mich;
   Ganz war mein Herz an deiner Seite
20  Und jeder Atemzug für dich.
   Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
   Umgab das liebliche Gesicht,
   Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
   ich hofft es, ich verdient es nicht!
25 
Doch ach, schon mit der Morgensonne
   Verengt der Abschied mir das Herz:
   In deinen Küssen welche Wonne!
   In deinem Auge welcher Schmerz!
   Ich ging, du standst uns sahst zu Erden,
30  Und sahst mir nach mit nassem Blick:
   Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
   Und lieben, Götter, welch ein Glück! http://niemieckionline.bazarek.pl/ http://crixus.pl/